München, 31. Mai 2011 – Mit seiner etablierten Photovoltaikindustrie, die sich von Wafern über Zellen und Modulen bis hin zu kompletten PV-Systemen erstreckt, entwickelt sich Taiwan zu einem der wichtigsten PV-Fertigungsstandorte weltweit. Im Jahr 2010 lag Taiwans Produktion von PV-Zellen bei einem Volumen von insgesamt 3,5 GW, das ist eine Steigerung innerhalb eines Jahres um mehr als 80 Prozent und die höchste aller PV-Produkte des Landes. Insgesamt konnte Taiwan hier den zweithöchsten Zuwachs weltweit erzielen. Zudem kommen zwei der 10 weltweit größten Hersteller von Photovoltaik-Modulen aus Taiwan (Motech auf Platz 7 und Gintech auf Platz 9).

Auf dem Forum Greener Innovations That”s Taiwan auf der Intersolar 2011, am 9. Juni, von 14.00 bis 15.30 Uhr, in Raum 4 des ICM, München, diskutieren führende Vertreter von Taiwans Solarenergiebranche über die boomende Branche und bieten einen Einblick in ihre jungen und erfolgreichen Unternehmen. Besucher erfahren Details zu den Besonderheiten der taiwanesischen Photovoltaikindustrie und zu Geschäfts- und Kooperationsmöglichkeiten mit der “PV-Insel” weltweit. Nach einer Einführung in den PV-Markt von Taiwan präsentieren sich fünf junge taiwanesische PV-Unternehmen in jeweils 10-minütigen Kurzreferaten. Bei Interesse stehen Ihnen die Referenten im Anschluss an das Forum sowie während der gesamten Messe auch für Einzelinterviews am Stand des Taiwan External Trade Development Councils (A2.230 & 330) zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie hierzu einen Gesprächstermin mit uns unter taitra@gcpr.net.

Greener Innovations That”s Taiwan wird unterstützt von Taiwans Ministerium für Wirtschaft und gefördert durch das Büro für Außenhandel MOEA. Organisiert wird die Veranstaltung vom Taiwan External Trade Development Council (TAITRA) als offizielle Rahmenveranstaltung der Intersolar Europe 2011. Besucher sind auch herzlich eingeladen in den Taiwan Pavilion in Halle A2, 230 & 330.

Die PV-Unternehmen:

Perfect Source Technology Corp. (PST) Ltd., Peter John Huang, Managing Director

http://www.pstsolar.com.tw

PST hat sich auf die Entwicklung und Produktion von hocheffizienten 200W Hochleistungs- Solarmodule spezialisiert. Perfect Source ist Full-Service-Anbieter mit eigenen Produktionsstätten einschließlich Standorten für Werkzeugbau, Konstruktion, Erprobung, Montage und Export. PST mit Sitz in Taipei bietet qualitativ hochwertige Solarmodule, die die Anforderungen seiner OEM/ODM Kunden erfüllen. Das Unternehmen kombiniert dabei Taiwans Weltklasse-Produktionserfahrung mit deutscher Wertarbeit. Damit entwickelt sich PST zu einem der weltweit führenden Lösungsanbieter für grüne Solarmodule.

Inventec Solar Energy Corporation (ISEC), Harry Hsieh, President,

http://www.inventecsolar.com/en/

ISEC, das 2010 von der Inventec Group gegründete Unternehmen, widmet sich der Mission, Solarenergie zu erschwinglichen Preisen in jeden Haushalt zu bringen. Ende 2011 will das Unternehmen mit der Massenproduktion in einer Größenordnung von 300 MW Leistung beginnen und dies im Jahr 2012 auf 1,2 GW im Jahr steigern. Zu den Leistungsmerkmalen der Inventec-Produkte zählen der hohe Qualitätsstandard, die Kosten-Effizienz und ein herausragender Wirkungsgrad.

Tainergy Tech, Bruce Yeh, Sales Division Director

http://www.tainergy.com.tw

Kerngeschäft von Tainergy ist die Konzeption, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von hochleistungsfähigen Solarzellen. Die derzeitige Kapazität von 200 MW soll in diesem Jahr auf 500 MW erweitert werden, zudem startet eine weitere Produktionsanlage in Kunshan, China, die eine Kapazität von 200 MW haben wird. Das Produktportfolio von Tainergy umfasst 6-inch 2 und 3 busbar multikristalline Solarzellen mit Wirkungsgraden bis zu 17,4%. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Herstellungsprozesses will das Unternehmen seine Zellen von denen seiner Konkurrenten unterscheidbar machen. So konnte Tainergy beispielsweise durch die Verlängerung der Lebensdauer der Säure in den Ätzmaschinen seine Produktion effektiv erhöhen.

Sun Well Corporation, Danny Huang , Sales Manager

http://www.sunwellsolar.com/

Die Produktion von Dünnschicht-Silizium-PV-Modulen des 2007 gegründeten Unternehmens Sun Well beträgt 45 MW pro Jahr. Das Unternehmen beschäftigt 190 Mitarbeiter.

Sunner Solar Corporation, Thomas Shyu, Project Manager

http://www.sunnersolar.com.tw

Das Unternehmen Sunner Solar, das ebenfalls 2007 gegründet wurde, bringt seine 10-jährige Erfahrung und sein Know-how in Forschung, Entwicklung und Herstellung von Dünnschicht-Produkten ein in die Entwicklung der nächsten Generation von kostengünstigen, hocheffizienten Solarzellen.

Pressekontakte:

Taitra Peter Fan Tel: +886-2-2725-5200, ext 1394 Mobil (7.-9. Juni 2011): +49- 151-5212-3056 peter@taitra.org.tw

GlobalCom PR-Network (Akkreditierung und Einzelinterviews): Ralf Hartmann, Frank Brodmerkel, Judith Schomaker Tel.: +49 89 360363 3 taitra@gcpr.net Taiwan External Trade Development Council, kurz: TAITRA (taiwanesischer Rat für die Förderung des Außenhandels) wurde 1970 gegründet, um den Außenhandel des Inselstaates und seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu fördern. Im Verlauf der vergangenen 38 Jahre konnte TAITRA eine Schlüsselstellung in der Entwicklung der taiwanesischen Wirtschaft einnehmen. TAITRA wird gemeinsam von Regierung und Wirtschaftsverbänden finanziert und allgemein als Schnittstelle zwischen dem internationalen Handel und Taiwan angesehen. Taiwan External Trade Development Councils Gundula Horn Sonnenstrasse 1 80331 München +49-89-5126 7116

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horn4ttcm@taitra.org.tw

Pressekontakt: GlobalCom PR-Network GmbH Ralf Hartmann Münchener Str. 14 85748 Garching bei München taitra@gcpr.net +49 89 360363 3

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Die Firma SolarEasy ist dabei mit einem neuen, wegweisenden Produkt den deutschen Solarthermiemarkt zu revolutionieren. Ein Solarkachelofen namens allHeater puffert solar produzierte Wärme, gibt sie verzögert in Form von Infrarotstrahlung wieder ab und sorgt so für hohe Effizienz und bestes Raumklima.

Die Speicherung von Solarwärme ist eine der großen Herausforderungen. Denn je größer die Speicherkapazität desto größer die Ausbeute des Solarsystems. Bislang bedeutete eine große Speicherkapazität immer auch ein großes Volumen. Denn üblicherweise kommt Wasser als Speichermedium zum Einsatz. Das Alzenauer Unternehmen SolarEasy hat nun eine völlig neue, technisch ausgereifte Solar-Speichertechnologie im Portfolio: den Solarkachelofen allHeater, der Solarwärme direkt in Wohnräume, Bäder und Büros bringt.

Das Besondere daran: Bisher gelangte die Wärme nur über den Umweg des Heizungsnetzes zu den Heizkörpern und in die zu beheizenden Räume. Der allHeater hingegen speichert die Sonnenwärme direkt ein und gibt sie wie ein Kachelofen über bis zu 24 Stunden wieder ab. Um dies zu ermöglichen rüstet der Entwickler und Hersteller, die Firma Ziegler, die Öfen mit einem speziellen Latentspeichermaterial aus. Im allHeater puffert sogenanntes Phase Changing Material, kurz PCM, die Energie von der Sonne.

Dank dieser Technologie erreichen die verschiedenen All-Heater-Modelle ihre vergleichsweise große Speicherkapazität bei minimalem Volumen. Das Konzept basiert auf einem physikalischen Prinzip: Ein Phasenübergang, etwa von fest nach flüssig – wie er im PCM des allHeater beim Speichern von Wärme vonstatten geht – benötigt mehr Energie als die gleiche Temperaturerhöhung ohne den Wechsel des Aggregatzustands. Folglich wird bei der Rückgewinnung der Wärme wieder mehr Energie frei gesetzt. Denn auch dabei ändert sich der Aggregatzustand des PCM – in diesem Fall von flüssig nach fest.

Das zweite große Plus des allHeater: Er heizt nicht via Konvektion (Wärmeströmung), sondern mit Hilfe von Infrarotstrahlung. Diese Form der Wärmeübertragung ist deutlich effizienter. Denn die Infrarotstrahlung erwärmt nicht die gesamte Raumluft. Stattdessen entsteht die Wärme erst, wenn die Strahlung auf einen festen Körper trifft. Deshalb empfinden Menschen Infrarotstrahlungswärme als besonders angenehm.

Einfach integrierbar

Ein allHeater lässt sich ohne Probleme in jede bestehende Heizanlage integrieren. In einem SolarEasy-System kommen seine Vorteile jedoch optimal zum Tragen. Denn hier strömt das Wasser aus dem Heizkreislauf auch durch die Kollektoren. Folglich gelangt auch ein integrierter allHeater direkt an das solar erhitzte Wasser, was die Übertragungsverluste eliminiert. Weil allHeater je nach Modell zwischen 5 und 18 Kilowattstunden Wärme aufnehmen können, vergrößern die Öfen die Gesamt-Speicherkapazität des Systems. Damit optimiert jedes installierte Modul die solare Ausbeute.

Grundsätzlich funktioniert ein allHeater wie ein holzbefeuerter Kachelofen, nur ohne Holzfeuerung. Das bedeutet: Um damit heizen zu können, wird ein allHeater zunächst mit Wärme aufgeladen. Mit Hilfe einer Steuerelektronik gelingt dies spielend. Zeitpunkt und Menge der einzuspeichernden Wärme lassen sich programmieren. Schließlich ist die Wärmeabgabe nicht immer erwünscht. Scheint im Bedarfsfall keine Sonne, kann sich der allHeater wie ein herkömmlicher Heizkörper aus dem Wärmespeicher bedienen.

Für viele Einsatzzwecke

Den allHeater gibt es in fünf verschiedenen Ausführungen: das Wandmodul in den Größen S und L, die Stele, die Welle und den Tower. Alle verfügen über hochwertige, handgefertigte keramische Oberflächen. Serienmäßig bietet die Firma Ziegler Stele, Welle und Tower in verschiedenen Varianten an. Grundsätzlich sind individuelle Sonderanfertigungen – auch künstlerische Gestaltungen nach Vorlage – möglich. Ihr schickes Design ermöglicht den Einsatz von All-Heater-Modulen überall dort, wo es behaglich warm sein soll und wo es auf die Optik ankommt. Reicht die Leistung eines einzelnen Moduls für die Größe des Raums nicht aus, lassen sich mehrere zusammenschließen. Auf diese Weise deckt der allHeater praktisch alle Einsatzzwecke im Wohn- und Bürobereich ab.

Logische Partnerschaft

Das revolutionäre Konzept des allHeater ergänzt die Vorteile der SolarEasy-Produktreihe in idealer Weise. Folgerichtig kooperieren die Alzenauer Solarenergie-Experten mit den Erfindern, der Firma Ziegler aus Österreich. SolarEasy ist Generalpartner für Deutschland und übernimmt damit die Distribution hierzulande exklusiv. Selbstverständlich fließen die Praxiserfahrungen der Alzenauer Spezialisten, die sie in über 30 Jahren Arbeit in dem Bereich der Solarthermie sammeln konnten, in die Weiterentwicklung des allHeater. Der allHeater ist in Österreich patentiert und international zum Patent angemeldet.

Über SolarEasy SolarEasy hat mit 3 Jahrzehnten Solar-Erfahrung und optimal aufeinander abgestimmten Komponenten ein Solarangebot mit höchstem Wirkungsgrad für jeden Geldbeutel. Die SolarEasy-Partner vor Ort sind eignergeführte Fachbetriebe für Solar- und Heiztechnik. Die gemeinsame Leidenschaft sind individuelle und optimierte Solar-Heizungs- und Photovoltaikanlagen für jede Hausgröße. Damit sichert der SolarEasy-Spezialist seinen Kunden die optimale Wertschöpfung für die Investition und eine sichere Energieerzeugung.

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Bisher gehörte Erdgas zu den fossilen Brennstoffen. Künftig kann man aus Gas auch umweltfreundlichen Strom erzeugen: Forscher des Fraunhofer IWES und des ZSW Stuttgart sind an einem Projekt beteiligt, in dem Audi und SolarFuel eine neuartige Anlage errichten. Sie wandelt Strom aus Wind und Sonne erstmals im industriellen Maßstab in Methan um, also in künstlich hergestelltes Erdgas. Während sich Strom schlecht speichern lässt, kann man das Erdgas problemlos lagern. Bei Flaute und bedecktem Himmel kann man daraus über Gaskraftwerke wieder Strom erzeugen, oder den Tank von Gasautos damit füllen.

Auf Feldern und Äckern drehen sich zunehmend mehr Rotoren von Windkraftwerken, und auf den Dächern sieht man statt Ziegeln vermehrt Solaranlagen. An einem windigen sonnigen Tag liefern diese Anlagen oft mehr Strom als die Verbraucher benötigen – an windstillen lauen Tagen reicht die Stromproduktion dagegen nicht aus. Den Strom zu speichern und später zu verwenden, gestaltet sich recht schwierig. Hier soll das neue Technologiekonzept »Power-to-Gas« künftig helfen, das Forscher vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES in Kassel gemeinsam mit ihren Kollegen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg ZSW in den letzten Jahren entwickelt haben. Sie wandelt Strom aus erneuerbaren Energien in Methan um, in künstlich hergestelltes Erdgas – auch e-gas genannt, kurz für erneuerbares Gas. Der Vorteil: Im Gegensatz zu Strom lässt sich das Methan lagern. Herrscht ein Mangel an Strom, kann das Gas in Gaskraftwerken erneut Strom erzeugen. Außerdem lassen sich damit herkömmliche Erdgasautos betanken. Das Methan und Erdgas die gleichen chemischen Eigenschaften haben, braucht das Auto dafür nicht umgerüstet werden. »Unser Konzept Power-to-Gas löst gleich zwei Kernprobleme der Energiewende: Die Speicherung von erneuerbaren Energien und die Versorgung mit klimafreundlichem Kraftstoff. Damit wird eine stabile Stromversorgung auch mit Wind- und Solarenergie möglich«, sagt Dr. Michael Sterner, leitender Wissenschaftler am IWES.

Betrieb der Anlage ab 2013

Die Firmen SolarFuel und Audi setzen dieses Technologiekonzept nun erstmals im industriellen Maßstab um – gemeinsam mit dem IWES und dem ZSW. Die Anlage, die 2013 in Betrieb gehen soll, wird eine Leistung von 6,3 Megawatt haben, etwa so viel wie drei große Windräder oder 1000 Photovoltaikanlagen. Das für den Prozess benötigte CO2 wird aus einer Biogasanlage des Partners EWE in unmittelbarer Nähe bereitgestellt, die Reststoffe und Abfälle verwertet und klimaneutrales CO2 liefert. Das erzeugte Methan wird in Werlte in Niedersachsen in das Gasnetz eingespeist, wo es dann in Deutschlands größten Speichern, den Gasspeichern, lagert. Von dort aus strömt es über die vorhandenen Erdgasleitungen zu den Verbrauchern.

Doch wie funktioniert das Verfahren? Der elektrische Strom spaltet Wassermoleküle zunächst in Wasserstoff und Sauerstoff auf. Lässt man den Wasserstoff mit CO2 reagieren, entsteht das Methan. Das Verfahren an sich ist seit langem bekannt. Es in großem Maßstab einzusetzen, um Netzengpässe durch erneuerbaren Energien auszugleichen, ist dagegen ein gänzlich neuer Ansatz. »Strom- und Gasnetz zu koppeln, ist ergänzend zu Netzausbau, Lastmanagement und Kurzzeitspeichern ein Eckpfeiler der Energiewende«, sagt Prof. Dr. Jürgen Schmid, Leiter des IWES. »Es ist absehbar, dass erneuerbarer Strom zur Primärenergie wird, da sich beispielsweise Windstrom mit zur günstigsten Art und Weise der Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien entwickelt.« Indem die Power-to-Gas-Technologie die Strom- und Gasnetze koppelt, kann sie Stromengpässe von bis zu zwei Wochen überbrücken. »E-Gas stellt die Stromversorgung mit erneuerbaren Energien und damit die Energiewende auf sichere Beine«, sagt Sterner.

CO2 aus nachhaltigen Quellen nutzen

Damit das Verfahren das Klima nicht schädigt ist es wichtig, das CO2 aus nachhaltigen Quellen zu gewinnen. Davon gibt in Deutschland genügend: Alleine in den bestehenden 50 Biogas-Aufbereitungsanlagen entstehen 500 000 Tonnen CO2. Damit ließen sich 4,8 Terawattstunden Strom speichern – das entspricht dem Jahresverbrauch von etwa eineinhalb Millionen Haushalten. Herkömmliche Biogasanlagen liefern ebenfalls sehr viel CO2. Alleine 20 Prozent der Anlagen könnten zwei Millionen Tonnen CO2 bereitstellen. Weitere große Quellen sind Bioethanolanlagen, Brauereien und Klärwerke, sie liefern 1,1 Millionen Tonnen CO2.

Nutzt man das CO2 aus Biogasanlagen für die Power-to-Gas-Anlage, ergibt sich ein weiterer Vorteil: Das Biogas, das zu 60 Prozent aus Methan und zu 40 Prozent aus CO2 besteht, wird über Biogas-Aufbereitungsanlagen üblicherweise in das Gasnetz eingespeist, um es in der Fläche einer sinnvollen energetischen Nutzung zuzuführen. Dabei entweichen etwa zwei Prozent des Methans in die Atmosphäre, man spricht von Methanschlupf. Eine heikle Angelegenheit für das Klima, da Methan auf hundert Jahre gesehen 21 mal klimaschädlicher ist als CO2. „Dieses Loch können wir stopfen, indem man das Biogas durch die Power-to-Gas-Anlage leitet. Dabei entsteht aus dem Biogas fast reines Methan, das ohne Methanschlupf aufbereitet werden kann“, erläutert Sterner.

e-gas als Tankfüllung

Auch als Kraftstoff hat e-gas eine gute CO2-Bilanz. »Über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs gesehen produziert ein e-gas betriebenes Fahrzeug kaum mehr CO2 als ein Elektroauto«, sagt Prof. Dr. Schmid. Elektrofahrzeuge haben zwar im Betrieb sehr geringe Emissionen, ihre Herstellung ist aber deutlich CO2-intensiver als die Herstellung von Gasfahrzeugen. »Betankt« man ein Elektroauto mit Strom aus Windenergie, stößt es zwar nur 5 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Kilometer aus. Dafür wird bei der Herstellung sehr viel CO2 produziert: Bei einer Lebensfahrleistung von 200 000 Kilometern sind es umgerechnet je nach Fahrzeugkonzept 50 bis 60 Gramm pro Kilometer. Damit stößt ein Elektroauto insgesamt 55 bis 60 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Ein Gasfahrzeug verursacht mit Windgas aus Windstrom zwar je nach Technologiestand 20 bis 30 Gramm pro Kilometer im Fahrbetrieb, ist aber in der Herstellung mit 30 bis 35 Gramm klimafreundlicher als das Elektroauto und kommt damit insgesamt ebenfalls nur auf 50 bis 65 Gramm pro Kilometer. Die Elektromobilität und e-gas können sich gut ergänzen. Denn bislang stellen die Batteriesysteme von Elektroautos noch eine große Herausforderung dar – ihre Reichweite ist noch sehr begrenzt und sie sind recht kostenintensiv. Möchte der Fahrer weitere Strecken zurücklegen, könnte er auf e-gas aus Wind- und Solarstrom umschalten, ohne den CO2-Ausstoss stark zu erhöhen.

Was die Wirtschaftlichkeit der Power-to-Gas-Anlage angeht, ist Sterner zuversichtlich: „Selbst bei einem ideal ausgebauten Stromnetz und optimalem Lastmanagements sind Stromspeicher nötig. Es ist daher nur eine Frage der Zeit, bis sich hier ein wirtschaftliches Konzept ergibt“, ist sich der Forscher sicher. Denn während die Speicher, die im Stromnetz vorhanden sind, die Stromversorgung nur für wenige Stunden aufrechterhalten können, bietet das Erdgasnetz eine rund 3000-fach höhere Speicherkapazität.

* www.power-to-gas.de

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